Eisrettungsübung am Kinzigsee – Feuerwehr nutzt seltene Gelegenheit
(ps) Langenselbold, 24. Januar 2026 – Eine seltene Wetterlage machte es möglich: Der Kinzigsee war vollständig zugefroren und bot der Feuerwehr Langenselbold die Gelegenheit, eine realitätsnahe Eisrettungsübung durchzuführen.

Da der See nur in wenigen Wintern tragfähiges Eis bildet, wurde kurzfristig eine Ausbildungseinheit angesetzt. An der Übung nahmen insgesamt acht Einsatzkräfte der Feuerwehr teil. Ziel war es, das Vorgehen bei Eisunfällen zu trainieren und den sicheren Umgang mit der vorhandenen Ausrüstung unter winterlichen Bedingungen zu üben. Solche Einsatzlagen sind selten, erfordern im Ernstfall jedoch ein ruhiges und gut abgestimmtes Handeln.
Die Ausbildung wurde von Constantin Scholz, beruflich Taucher bei der Berufsfeuerwehr Frankfurt, geleitet. Er brachte seine fachliche Erfahrung aus der Wasser- und Eisrettung ein und schulte die Teilnehmenden sowohl theoretisch als auch praktisch. Behandelt wurden unter anderem das taktische Vorgehen bei der Eisrettung, die Eigensicherung sowie das Arbeiten vom Eis aus.
„Gerade weil der Kinzigsee nur selten zufriert, ist es umso wichtiger, diese Chance zu nutzen und unter realen Bedingungen zu üben. Einsätze dieser Art stellen vor allem für die Rettungskräfte eine hohe Eigengefährdung dar.“, betonte Constantin zu Beginn der Ausbildung
Im Rahmen der Übung kam auch die neue Wasserrettungsausrüstung erstmals auf Eis zum Einsatz. Zudem wurde das Schlauchboot auf der Eisfläche eingesetzt, um die Handhabung unter diesen besonderen Bedingungen kennenzulernen und Abläufe zu trainieren. Die Eisrettungsübung am Kinzigsee stellte für alle Beteiligten eine wertvolle und praxisnahe Ausbildung dar und bot die Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln, die im normalen Übungsbetrieb kaum umzusetzen sind.






